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09 Mai 2019

Endende Mythik

20. bis 21.11.14 ndF

Nachdem sich die Splittergewitterritter weiter in die Ruinen von Hesbanath wagen und die ersten verfallenen Räumlichkeiten vorsichtig betreten, zeigt sich eine weitere harpien- und hexenartige Kreatur: Mekaira. Sie gibt sich verhandlungswillig, behauptet, die Schwester der soeben getöteten Harpien zu sein. Ihr Angebot lautet, dass die Abenteurer sich Schätze aus der verschlossenen Schatzkammer nehmen dürfen, soviel sie wollen, sofern sie es schaffen, diese zu öffnen, und sofern die Sklaven von Mekaira unberührt bleiben.
"Sklaven?" schallt es da schon in den Köpfen von Zerthal und Zaal'Dan. Sklavenhaltung kann nicht geduldet werden! Moku und insbesondere Colthan hingegen zeigen sich wenig berührt von der Sklavenhaltung, dafür viel mehr interessiert am einfachen und kampflosen Erlangen von Reichtümern. Die Gruppe ist sich uneins, schließlich wird es Mekaira zu unsicher, und der Kampf beginnt. Zwei Minotauren kämpfen für Mekaira, und auch die Harpienschwester kommt um zu kämpfen. Sie alle unterliegen, wobei die Harpienschwester erst in großer Entfernung "vom Himmel" geschossen wird. Im Sterben macht Mekaira ihre Drohung mit einem Todesfluch wahr:
"Das Unvermeidliche soll euch aufsuchen, eure Essenz verschlingen, von dem, das ihr mit nach Guthay gebracht habt. Es soll euer Untergang sein, hört dies und leidet!"
Nachdem sie die unheilvollen Worte vollendet und dahin geht, erfasst die Helden ein unbeschreiblich grausamer Schrecken, als würde ihnen ein Teil ihrer Selbst entrissen werden. Ein immenses Schwächegefühl übermannt sie, und die Bindung zu ihrer mythischen Essens bricht! Eine schwere Depression legt sich über die Gruppe.
Zur Verwunderung aller ziehen Wolken auf. Es wird erstaunlich kalt, und beginnt sogar zu regnen. Später stellt sich jedoch heraus, dass scheinbar nur die Splitterritter die Wolken am Himmel wahrnehmen, während es für alle anderen ein gewöhnlicher, unbarmherzig normal-heißer Athassonnentag ist. Seltsam.
Bei der weiteren Durchsuchung der Ruinen finden die Ritter die Sklaven, von denen Mekaira gesprochen hatte. Diese sind zum Großteil zu lange unter der Herrschaft ihrer schrecklichen Herrin gestanden, als dass sie die Befreiung glauben können oder wollen. Offensichtlich sind ihre Geister von der jahre- oder gar jahrzentelangen Sklavenschaft verwirrt. Zaal'Dan versucht unermüdlich, die armen Seelen von ihrer Rettung zu überzeugen, während Colthan sie nach einigen erfolglosen Versuchen bereits zurücklassen will. Schließlich holt der Mulmönch auf schnellen Mönchsbeinen die Karawane, und die Wasserklerikerin Kiria hilft bei der Betreuung der Sklaven.
In der folgenden Nacht haben alle Splitterritter den gleichen seltsamen Traum: Die dunkelrote Athassonne scheint nicht mehr. Sie sind auf Guthay und jagen wieder das Wesen im Wasser. Als es immer kälter wird und das Wasser gefriert, endet der Traum.
Einigermaßen erholt, aber immer noch depressiv vom Verlust ihrer mythischen Essenz entdecken sie etliche Kinderskelette nahe des Kellerzugangs, der vermutlich zur Schatzkammer führt. Anscheinend zwang Mekaira ihre Sklaven, Kinder zu gebären, welche sie dann missbrauchte um zu versuchen, in den kleinen Zugang zur Schatzkammer zu gelangen. Erfolglos, jedoch mit schrecklichen Folgen für die Kinder, die alle von einem Fluch am Eingang dahin gerafft wurden.
Die Splitterritter bannen den Fluch temporär und betreten die Schatzkammer: unfassbare Reichtümer! Ein Raum voller Münzen und Edelsteine! Die meisten der Münzen sind zwar Bits, aber auch Kleinvieh, sehr, sehr viel Kleinvieh in diesem Fall, macht Mist. Bei der Durchsuchung der Schätze wird noch ein Konstrukt, ein Tophet, aus seiner Starre erweckt und anschließend bekämpft, bevor sich die Helden in den Münzen baden können.

+5.800 XP (Max.: 98.822 XP)
21.11.14ndF


Zaal'Dan

26 Juli 2018

Mythische Essenzen

Irgendwann nach dem 15. Mai 14, möglicherweise auf Guthay

Die mentalen Seelenessenzen-Eidolons der Splittergewitterritter stehen, oder besser gesagt schwimmen vor dem steinernen Tor, das sich bereits öffnet. Sofort ergießt sich daraus eine dunkle Schlackewolke. Die Essenzen von Karang, Narmora, Zerthal und Zaal'Dan spüren, dass diese Wolke das Böse in sich trägt. Vorsichtig spähen sie in die Höhle hinter dem Tor, doch die Schlackewolke trübt alle Sicht nach 10 bis 15 Fuß. Also schwimmen sie hinein.
Bei der achtsamen Erkundung entdecken sie den riesigen, pulsierenden Tentakel, der scheinbar durch die Höhlendecke durchgebrochen ist und nun im Boden steckt. Der Tentakel erinnert an das gigantische Wesen, dass sie auf ihrer Reise auf Guthay (oder in ihrem Geiste im Drogenrausch) verfolgt hatte, und die Schlackewolke sowie weitere ekelhaft giftig-gelb-grüne Wolken gehen von ihm aus. Es manifestiert sich kurzzeitig eine Fratze aus der Wolke und verkündet, dass sie unsere Anwesenheit hier nicht dulden würde.
Außerdem befinden sich sechs in zwei Reihen angeordnete steinerne Säulen in dem Gewölbe. Enekon, das Energiewesen, bedeutet den Essenzen, dass der Raum gereinigt werden müsse, bevor der dritte Essenzenring hier gefunden werden könnte. Es wirkt außerdem erschrocken, als sollte dieser Raum nicht so aussehen.
Nicht lange zögernd, stürzen sich die Heldenessenzen auf den Tentakel. Zaal'Dans hechtartige Essenz mit riesigen Krabbenscheren reißt tiefe Wunden in den Tentakel. Kurz darauf speit dieser mehrere gallertartige und dennoch flüssige, grün-gelbe Wolken aus, die die Essenzen attackieren. Ein Kampf entbrennt, einige Essenzen werden krank von der Gallertmasse, und sogar verlangsamt. Die Schlacht zieht sich, als Narmora mit einer einzigen mächtigen Attacke den Tentakel zerfetzt. Enekon hat bereits zuvor einen positiven Energieimpuls "ausgesendet", doch nur Karang erkennt die goldenen Ringteilchen im Wasser, die mit etwas Weisheit in den eigenen Essenzenkörper als der 3. Essenzenring aufgenommen werden könnte.
Die Freude über die Vernichtung des Tentakels währt nicht lange, denn daraus ergießt sich ein noch größeres Übel: die Fratze nimmt Gestalt an und speit ekelhafte Worte: "Endlich... frei! Ich werde euch vernichten! Ha..haha...". Daraufhin schießt es eine graue Wolke über die Helden. Nur mit heldenhafter Macht können diese der Versteinerung entgehen, was dem Fratzenwesen gar nicht gefällt.
Karang erlangt in der Zwischenzeit neue Kraft zurück, indem er sich den 3. Essenzenring aus den Goldpartikelchen im Wasser aneignet. Zaal'Dan zieht sich, stark geschwächt, zurück, während die anderen die Fratze auseinandernehmen. Als sie stirbt, wird das Gewölbe plötzlich klarer: Sauberes Wasser strömt ein, über die Säulen, die sich plötzlich in kristallklare Karibikwasserfontänen verwandelt haben. Enekon bedeutet, dass wir diese rasch betreten müssen. So hechten die fischigen Essenzen in die Fontänen…
… und erwachen, jede für sich, im Nichts. So weit das Auge reicht, nur Wasser. Kein oben, kein unten, nicht einmal ein eigener Körper erkennbar. Es bleibt ihnen nur, mittels ihrer mentalen Fähigkeiten zu navigieren. Mehrmals müssen dabei Fehlgänge heldenhaft doch noch umgelenkt werden. Und schließlich …
… erwachen die Helden, zurück in ihren geschundenen, von der karmesinroten Sonne verbrannten, aber mythisch gestärkten Körpern! Nur ein Ring zeugt auf den ersten Blick von ihrer unglaublichen Reise nach Guthay. Oder war es doch nur ein Drogenrausch?

Zaal'Dan